Pablo de Pedro Cano wurde in Madrid geboren und studierte Viola bei Thomas Riebl und Veronika Hagen an der Universität Mozarteum Salzburg. Früh entwickelte er eine vielseitige musikalische Ausrichtung, die sowohl die historisch informierte Aufführungspraxis als auch die zeitgenössische Musik umfasst.

Von 2003 bis 2005 war er Solobratschist des European Union Chamber Orchestra, mit dem er in Europa, den Vereinigten Staaten, dem Fernen Osten und Südamerika konzertierte. Anschließend wurde er Mitglied von Concentus Musicus Wien und arbeitete dort eng mit Nikolaus Harnoncourt zusammen. Parallel dazu profilierte er sich als Spezialist für zeitgenössische Musik in Zusammenarbeit mit Ensembles wie Proyecto Gerhard, dem Austrian Ensemble for New Music und dem Klangforum Wien sowie mit Komponisten und Künstlerpersönlichkeiten wie Helmut Lachenmann, Hans Werner Henze und Yvonne Loriod Messiaen.

Heute gilt Pablo de Pedro Cano als einer der gefragtesten Bratschisten der historisch informierten Aufführungspraxis. Er ist Solobratschist des Balthasar Neumann Ensembles unter Thomas Hengelbrock, von Concentus Musicus Wien unter Stefan Gottfried und Irish Baroque Orchester unter Peter Whelan. Darüber hinaus ist er regelmäßiger Gast als Solobratschist beim Kammerorchester Basel, Europa Galante, English Baroque Soloist, Il Convito, Collegium Vocale Gent und beim Orchestra of the 18th Century. Seine Konzerttätigkeit führt ihn in die bedeutendsten Konzertsäle und zu internationalen Festivals; zahlreiche CD-Einspielungen erschienen bei Labels wie Sony Music und Deutsche Grammophon. Als Solist trat er unter anderem mit Concentus Musicus Wien, der Wiener Akademie, Europa Galante, dem Irish Baroque Orchestra und Il Convito auf. Im Jahr 2025 interpretierte er Mozarts Sinfonia concertante gemeinsam mit dem Geiger Erich Höbarth und Concentus Musicus Wien im Wiener Musikverein sowie in der Seine Musicale in Paris.

Die Kammermusik nimmt einen zentralen Platz in seiner Arbeit ein. Er ist Bratschist des Edding Quartetts, das sich dem klassischen und romantischen Repertoire auf historischen Instrumenten widmet. Zudem ist er Gründungsmitglied des Wiener Ensembles Delirio, das sich der österreichischen Barockmusik verschrieben hat.

Ende Januar 2026 wird seine neue CD The Viola Sonatas of the Royal Chapel of Madrid beim Label Eudora veröffentlicht. Es ist das erste Mal, dass dieses Repertoire auf Originalinstrumenten aufgenommen wird, und sie ist den elf Violasonaten gewidmet, die für die Wettbewerbsprüfungen der Königlichen Kapelle von Madrid komponiert wurden, und präsentiert damit ein bisher weitgehend unbekanntes Repertoire der spanischen Musikgeschichte in seiner Gesamtheit.

Pablo de Pedro Cano ist Professor für Historische Viola am Royal College of Music in London. Er gab Meisterkurse unter anderem an den Konservatorien von Salamanca und Burgos, im Masterprogramm von Saintes (Poitiers), an der Austria Baroque Academy, bei den Lech Masterclasses sowie an der Academy for Early Music Bruneck. Seit 2004 gehört er auf Einladung von Thomas Hengelbrock zum Lehrkörper der Balthasar Neumann Akademie, wo er mit jungen Musikerinnen und Musikern aus Europa und Kuba arbeitet.

Als ständiges Mitglied des künstlerischen Komitees der Balthasar Neumann Akademie ist er an der Entwicklung von Projekten, Dramaturgien und innovativen Konzertformaten beteiligt und engagiert sich in internationalen Initiativen wie der transatlantischen Jugendakademie CuE sowie der Balthasar NOVA Akademie. In jüngerer Zeit tritt er zudem als Orchesterdirigent hervor und möchte in dieser Rolle die Erfahrungen weitergeben, die er in der Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock und Philippe Herreweghe gesammelt hat.

Teaser zur neuen Aufnahme der elf Viola-Sonaten aus der Königlichen Kapelle von Madrid

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